Informationen zum Projekt

Innovationspotenziale aus Kompetenz-Kooperationen


Kleine und mittelständische Unternehmen der Druckindustrie sind vorrangig auf Printtechnologien und -märkte zentriert. Im Ergebnis entsteht ein enormer Wettbewerbs- und Preisdruck mit negativen Wachstums- und Beschäftigungswirkungen. Chancenpotentiale durch erweiterte Dienstleistungen im Kontext konvergenter Medienproduktion werden zu wenig genutzt, obwohl die Kunden, z. B. aus Werbung und Verlag Interessen an neuen Kommunikationsformen und –strategien zeigen. Der Grund dafür liegt in fehlenden Kompetenzen und Geschäftsmodellen im Schnittbereich zwischen Content, Kommunikationsdesign, Technik und Medienmanagement.

Das Innovationspotential des Projektes liegt in der angestrebten Verbindung der Kompetenzen zwischen Unternehmen, dem Arbeitgeberverband Druck+Medien Nordrhein - Westfalen, e.V (VDM) und der Bergischen Universität Wuppertal (BUW). Der Verband hat frühzeitig eine Öffnung seines Leistungsspektrums in Richtung crossmediale Medienproduktion forciert und die Entwicklungsbedürfnisse zur Medienaus- und Weiterbildung kontinuierlich verfolgt. Die Bergische Universität Wuppertal bietet die einzigen universitären Studiengänge für Ingenieure im Druck-/Medienbereich an und ist auch die einzige Ausbildungsinstitution für Berufsschullehrer in Deutschland.

Das Fächerangebot der Universität (Informatik, Kommunikationsdesign, Druck-/Medientechnologie und Wirtschaft) sowie die Aus-und Weiterbildungskompetenzen in der beruflichen Bildung des VDM bilden die zentrale Basis für die Entwicklung, Erprobung und Begleitung neuer Bildungsangebote. Die Entwicklung in Richtung Medienkonvergenz wird im Projekt durch folgende Aktionsfelder eingeleitet:

  • Erhebung der Innovationssituation der Druck-/Medienwirtschaft und benachbarter Branchen zur Ableitung innovativer Strategien für die konvergente Weiterbildung
  • Entwicklung eines neuartigen Systems modularer, verzahnter und synergetischer Bildungsgänge:
    • Entwicklung von modularen Konzepten zur Ausrichtung der beruflichen Aus- und Weiterbildung in Richtung konvergente Medienproduktion (IT / Kommunikationstechnik, Online, Mobile…)
    • Erhöhung der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und universitärer Bildung Verbindung zukünftiger Studienangebote mit Vorqualifizierungen (Industriemeister- und Medienfachwirte)
    • Forcierung der Managementkompetenzen im Medienbereich durch den Aufbau eines Wirtschaftsingenieurstudiums »Integrierte Medienkommunikation«
    • Eröffnung einer Media-Management-School:
      Entwicklung konvergenter Weiterbildungsangebote für Fach- und Führungskräfte
  • Umsetzung konvergenter Weiterbildung in Innovationsstrategien durch Coachingmaßnahmen

Anforderungen an eine neue Bildungssystematik


Lebenslanges Lernen

Lernen muss in allen Lebenslagen integriert sein
  • Zeitliche Bedarfe der Lernenden müssen in Bildungsinstitutionen stärker berücksichtigt werden (z. B. durch Duale Studiengänge oder Teilzeitstudienangebote).
  • Die Durchlässigkeit von der Beruflichen zur Hochschulischen Bildung muss erhöht werden (Anrechnung von beruflichen Vorqualifikationen in Hochschulen).
  • Akteure der Beruflichen Bildung und der Hochschulbildung müssen enger zusammenarbeiten.